Kategorie-Archiv: Flipped Classroom

Online-Konferenz über Video in der Bildung am 28. Mai

Diese Online-Konferenz macht einen sehr interessanten Eindruck:

„At Kaltura Connect Education Virtual Summit you will learn how to use video from the classroom to the dorm room, from the library to the admissions department. Learn from an amazing line-up of speakers about best practices for teaching through video, empowering students and faculty to create content, and increase reach on and off campus.“

Flipped Classroom

Die FH St.Pölten veranstaltet regelmäßige Online-Treffen zum Thema Flipped Classroom. Das nächste findet am Montag, 11.5., 17.30 hier https://webconf.vc.dfn.de/icm_nutzertreffen/ statt.

Seit Dezember 2014 gibt es den #ichmchatde – ein Live-Online Treffen via Adobe Connect mit ExpertInnen und PraktikerInnen aus allen Bildungsbereichen, die mit Ansätzen aus dem inverted / flipped classroom arbeiten.
Die FH St. Pölten hat im Rahmen ihres Projekts Inverted Classroom (aktueller Stand in einem regelmäßig aktualisierten google-dok) dieses wichtige Vernetzungs- und Bildungsangebot mit aufgebaut. Jeden zweiten Montag im Monat entsteht so ein bereichender Erfahrungs- und Ideenaustausch, das nächste Mal mit einem Input aus der FH St. Pölten:

MOOCs in der Schule

Ein für viele der Teilnehmenden noch neues Thema stand heute auf dem Programm des Open Air #2. Wie können Schulen vom weltweiten MOOC-Angebot profitieren? Wie unterscheiden sich die die verschiedenen MOOC-Formate? Was ist ein Flipped Classroom?

mooc_disk

Mittlerweile scheint sich ein eigenes Akronym für MOOCs in der Schule etabliert zu haben: MOOCiS
In Deutschland fanden sich auch bereits einige engagierte PädagogInnen, die begannen sich diesem Thema zu widmen. In Österreich nimmt beispielsweise Gerhard Rath am BRG Keplergasse in Graz mit SchülerInnen an einem MOOC teil. Er berichtete von seinen ersten Erfahrungen. Eine abschließende Beurteilung sei für ihn aber noch nicht möglich, da das Thema noch sehr am Anfang sei. Kathrin Jäger von der Universität von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg betreute einen MOOC zum Thema Nachhaltigkeit. Drei Schulklassen einer Schule nahmen daran teil. Diese MOOC-Teilnahme war eng mit einem Flipped-Classroom-Konzept verbunden. Für Kathrin Jäger sind insbesondere die konnektivistischen Aspekte von MOOCs interessant, wie Sie auch in ihrem Blogeintrag zum Thema schreibt:

„Der Konnektivismus enthält aus meiner Sicht großes Potential für eine moderne und computergestützte Lehre. Demnach ist nicht mehr die Menge an Faktenwissen entscheidend, sondern eher die Fähigkeit, mit bestehenden Netzwerken umzugehen und zu wissen, wo etwas zu finden ist. Der Konnektivismus kann folglich ebenso für den Schulunterricht förderlich sein. Je früher die Schülerinnen und Schüler an diese Arbeitsweise herangeführt werden, desto besser können sie diese verinnerlichen und auf kommende Probleme anwenden.“

Weitere Fragen, die im Kontext von MOOCs in der Schule einer weiteren Diskussion bedürfen:

  • Welche neuen Kompetenzen müssen LehrerInnen und SchülerInnen erwerben um an MOOCs teilzunehmen?
  • Welche möglicherweise neue Rolle spielen Lehrende, wenn sie einen MOOC mit ihrer Klasse begleiten?
  • Wie soll mit dem Aspekt der Offenheit umgegangen werden, wenn im MOOC der schützende Klassenraum verlassen wird?
  • Wie ist der Lernerfolg in MOOCs zu bewerten? Welche Ziele sollten definiert werden?
  • Welche urheber- und datenschutzrechtlichen Herausforderungen ergeben sich?

Abschließend kann festgehalten werden, dass offene und ggf. internationale Online-Lernformate eine neue Dimension im Schulunterricht darstellen.

Aufzeichnung zum Nachsehen und -hören.

 

Innovative Trends in der Hochschulbildung: Horizon-Report 2014

Seit ein paar Tagen ist der Horizon-Report 2014 zum Download erhältlich. Ebenso liegt eine deutsche Fassung vor. Der Report ist eine der wichtigsten Informationsquellen über neu aufkommende Trends im Bereich der Bildungstechnologien und wird seit 2004 vom New Media Consortium (NMC) und der EDUCAUSE Learning Initiative herausgegeben. Neben mehr oder weniger bekannten Themen wie Social Media, MOOCs und dem Flipped Classroom werden auch Ausblicke auf Quantified Self, 3D-Druck, Fablabs, neue Geschäftsmodelle für Hochschulen und Big Data gewagt.

Besonders spannend ist der Bereich Quantified Self: Quantified Self beschreibt das Phänomen, Daten zu erfassen, die im täglichen Leben produziert werden. Mit Gadgets, z.B. in Form von Armbanduhren, die automatisch Daten sammeln, können Menschen ihren Alltag überwachen. Dazu gehören Schlaf- und Essgewohnheiten ebenso wie Bewegungsprotokolle. Es lassen sich Szenarien denken, in denen diese Lebensführungsdaten verwendet werden, um individuell auf Lernende einzugehen. Kontroversiell lässt sich dieses Konzept insbesondere dann diskutieren, wenn die Daten nicht nur zur Selbstreflexion sondern zur Information anderer z.B. Lehrpersonen dienen.

Rund um Quantified Self ist eine große weltweite Community mit dem Claim „self knowledge through numbers“ entstanden, die sich zu diesem Thema austauscht. Unter vielen anderen findet sich dieser Artikel, auf der Plattform, der sich mit Lernen mit Quantified Self beschäftigt: „Many people think the Quantified Self mostly involves physical metrics: heart rate, sleep, diet, etc. but what about what goes on in our brains? Can we quantify that?“

Der Report, der unter einer Creative-Commons-Lizenz erschienen ist, liest sich leicht und gibt einen guten Überblick zu aktuellen und künftigen Themen. Zahlreiche Links zu aktuellen Quellen laden zur Vertiefung ein.

An dieser Stelle sei auch auf den nicht mehr ganz aktuellen, aber dennoch vielfältigen Abschlussbericht der „Initiative Lernen in der digitalen Gesellschaft – Co:llaboratory“ hingeweisen, zu dem der Autor dieses Beitrags einen visionären Artikel beisteuern durfte. 😉