MOOCs in Österreich

Seitdem im Jahr 2008 die Kursform MOOC von den beiden kanadischen Bildungsenthusiasten Stephen Downes und George Siemens begründet wurde ist international viel geschehen. Als erster MOOC gilt „Connectivism and Connective Knowledge“ (CCK08). Mittlerweile bieten zahlreiche Plattformen und Universitäten diese Form der Online-Kurse an. Eine gute Einführung befindet sich auf der Plattform e-teaching.org. 

Seit einigen Monaten arbeiten auch österreichische Universitäten an der Entwicklung von MOOCs. Die ersten beiden österreichischen MOOCs wurden gestartet. Diese laufen auf der Plattform iMooX.at (steirisch gesprochen „I mog´s“). Diese wird vom steirischen Zukunftsfonds, dem Land Steiermark, sowie der TU und der Universität Graz finanziert.

„Ein Hauptziel der Plattform iMooX.at ist die Entwicklung und Bereitstellung von offenen Bildungsressourcen (OER). Diese bleiben, im Gegensatz zu vielen anderen MOOCs, auch nach Kursende zugänglich“, betont Martin Ebner, einer der Initatoren, vom Zentralen Informatikdienst, Abteilung Vernetztes Lernen an der TU Graz. Die dort startenden MOOCs zu den Themen „Lernen im Netz“ sowie zu Mechanik entsprechen eher dem xMOOC-Modell. Vernetzung und reger Austausch passiert für den erstgenannten MOOC in einer Facebookgruppe. Ein von den TeilnehmerInnen selbst organisiertes Online-Meeting soll demnächst stattfinden. Für diese beiden MOOCs haben sich jeweils ca. 650 bzw. 300 Personen registriert. Überrascht zeigt sich Martin Ebner über den großen Anteil von Personen der Altersgruppe 45+. Damit käme die Universität wieder einem allgemeinen Bildungsanspruch nach.

Der nächste MOOC startet am 7. April zum Thema Experimentalphysik. Im Herbst 2014 werden auf der Plattform iMooX.at drei weitere MOOCs folgen.

An dem bereits erwähnten österreichischen, aber international ausgerichteten MOOC über globale (wirtschaftliche) Zusammenarbeit der FH JOANNEUM, der am 22. April startet, ist ebenfalls eine Teilnahme möglich.

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