Innovative Trends in der Hochschulbildung: Horizon-Report 2014

Seit ein paar Tagen ist der Horizon-Report 2014 zum Download erhältlich. Ebenso liegt eine deutsche Fassung vor. Der Report ist eine der wichtigsten Informationsquellen über neu aufkommende Trends im Bereich der Bildungstechnologien und wird seit 2004 vom New Media Consortium (NMC) und der EDUCAUSE Learning Initiative herausgegeben. Neben mehr oder weniger bekannten Themen wie Social Media, MOOCs und dem Flipped Classroom werden auch Ausblicke auf Quantified Self, 3D-Druck, Fablabs, neue Geschäftsmodelle für Hochschulen und Big Data gewagt.

Besonders spannend ist der Bereich Quantified Self: Quantified Self beschreibt das Phänomen, Daten zu erfassen, die im täglichen Leben produziert werden. Mit Gadgets, z.B. in Form von Armbanduhren, die automatisch Daten sammeln, können Menschen ihren Alltag überwachen. Dazu gehören Schlaf- und Essgewohnheiten ebenso wie Bewegungsprotokolle. Es lassen sich Szenarien denken, in denen diese Lebensführungsdaten verwendet werden, um individuell auf Lernende einzugehen. Kontroversiell lässt sich dieses Konzept insbesondere dann diskutieren, wenn die Daten nicht nur zur Selbstreflexion sondern zur Information anderer z.B. Lehrpersonen dienen.

Rund um Quantified Self ist eine große weltweite Community mit dem Claim „self knowledge through numbers“ entstanden, die sich zu diesem Thema austauscht. Unter vielen anderen findet sich dieser Artikel, auf der Plattform, der sich mit Lernen mit Quantified Self beschäftigt: „Many people think the Quantified Self mostly involves physical metrics: heart rate, sleep, diet, etc. but what about what goes on in our brains? Can we quantify that?“

Der Report, der unter einer Creative-Commons-Lizenz erschienen ist, liest sich leicht und gibt einen guten Überblick zu aktuellen und künftigen Themen. Zahlreiche Links zu aktuellen Quellen laden zur Vertiefung ein.

An dieser Stelle sei auch auf den nicht mehr ganz aktuellen, aber dennoch vielfältigen Abschlussbericht der „Initiative Lernen in der digitalen Gesellschaft – Co:llaboratory“ hingeweisen, zu dem der Autor dieses Beitrags einen visionären Artikel beisteuern durfte. 😉

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